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     Wer die AKAI-Sampler  S700 oder X7000 besitzt,  wei ein Lied von
     den kleinen Fehlern  dieser  Instrumente zu singen:  Erstens sind
     die verwendeten  QD-Disketten teuer, zweitens pat nur ein Sample
     auf je eine  Diskettenseite  und drittens wird der Samplespeicher
     beim Ausschalten gelscht (so man nicht die  akkugepufferte Spei-
     chererweiterung  besitzt).  Gerade der letzte Punkt ist besonders
     lstig,  da nach dem Einschalten jedesmal erst sechs Samples ein-
     geladen werden mssen,  da wird man schnell zum Diskjockey.  Auch
     ein Editorprogramm bringt wenig Abhilfe: Zuerst den Editor laden,
     dann die einzelnen  Samples laden  und zum  Sampler senden,  dann
     raus aus dem Editor und rein in den Sequenzer... Genauso umstnd-
     lich.

     Hier helfen die  beigefgten kleinen  Sample-Dump-Programme.  Sie
     bestehen  nur aus dem  Ntigsten,  keine  Benutzerfhrung,  keine
     Grafik, keine Fehlerbehandlung (also Vorsicht!).  Mit S700REQ.PRG
     fordert man die  Sample-Daten an  und speichert sie auf  Diskette
     (die vom Atari natrlich),  mit  S700SEND.PRG schickt man die ge-
     speicherten  Daten wieder zum  Sampler zurck.  Es  dauert  etwas
     (ca. 3 Minuten), schlielich flieen reichlich Bits durchs Kabel,
     aber besser eine  Kaffeepause  als verkrampfte Finger vom  Quick-
     Disk-Wechseln.

     Wie wirds gemacht: Zunchst am Sampler die sechs Standard-Samples
     laden, die man abgespeichert sehen mchte,  und die Grundeinstel-
     lungen vornehmen  (die korrekte  Verkabelung mit dem  Atari setze
     ich mal voraus).  Dann am  Atari eine Diskette einlegen,  auf der
     sich sowohl S700REQ.PRG als auch reichlich Platz befinden  (etwas
     ber  400 KByte).  Das Programm starten und abwarten  (am Sampler
     kann man im Display ablesen, da sich was tut).  Nun werden nach-
     einander  jedes  einzelne  Sample,  die  dazugehrigen  Parameter
     (Filter, Level, Release, LFO usw.)  und  schlielich die globalen
     Einstellungen  (MIDI-Kanal und -Mode, PGR-CH on/off, Master Tune,
     Pitchbend-Range usw.)  nacheinander abgefragt  und in die Dateien
     Sx.SAM, PAR_Sx.SAM und OVERALL.SAM gespeichert. Ein Piepston gibt
     den erfolgreichen Abschlu der Transaktion bekannt,  und das wars
     auch schon.

     Wir haben jetzt 13 Dateien,  die zusammen den  Inhalt des Sample-
     Speichers ergeben. Um das ganze wieder in den Sampler zu bekommen
     (probehalber  mal kurz ausschalten),  brauchen wir noch  das Pro-
     gramm  S700SEND.PRG.  Das Programm auf die Diskette kopieren, auf
     der sich die  Dateien befinden,  starten, und nun werden nachein-
     ander die Dateien geladen und deren  Inhalt zum  Sampler bermit-
     telt (Display am Sampler kontrollieren).
  
     Ich habe  das  Programm  S700SEND.PRG  in den  AUTO-Ordner meiner
     BOOT-Diskette kopiert,  auf der sich auch mein Sequenzer-Programm
     befindet.  Beim Booten werden nun automatisch die sechs Standard-
     Samples zum  Sampler bertragen  und danach  gleich der Sequenzer
     gestartet.  Somit kann ich  nach einer gewissen  Wartezeit,  aber
     halt ohne viel Mhe, mit dem Musikmachen anfangen.

     Ach ja:  Die Programme  S700REQ.PRG und  S700SEND.PRG sind public
     domain,  was bedeutet,  da jede/r jederzeit  alles  damit machen
     kann, einschlielich kopieren, weitergeben oder auch lschen. Wer
     Interesse  hat,  die  Programme  weiterzuentwickeln  oder auf den
     eigenen  Bedarf zuzuschneidern,  kann von mir  (gegen ausreichend
     frankierten Rckumschlag)  das Source-Listing (GFA-Basic 2.0) be-
     kommen.

     Dieter Cloos-Kiebel
     Andreasstrae 5
     6230 Frankfurt am Main 80
